Warum wir WordPress einsetzen

Immer wieder sehe ich eine neue Homepage mit vielleicht 10 oder 20 statischen Seiten, die die Agentur mit Joomla oder gar mit Typo3 erstellt hat. Unsere geschätzten Mitbewerber entscheiden sich für diese Redaktionssysteme vermutlich, weil sie sich damit auskennen. Leider geht das zu Lasten der Kunden, die von den Medienprofis abhängig werden. In diesem Artikel möchte ich erklären, warum das bei WordPress anders ist.

Aktuell verwenden ca. 20% aller Webseiten weltweit WordPress. Schauen wir uns die Verteilung an bei Seiten, die ein Redaktionssystem (CMS) verwenden, liegt WordPress mit über 50% weit an der der Spitze. Joomla hat mit knapp 10% noch einen gewissen Anteil am Kuchen. Typo3 spielt de facto keine Rolle mehr. 

Chart Verteilung der CMS

Was bedeutet das für einen Kunden, dem die Agentur Typo3 angedreht hat? Einerseits bekommt er ein System, das viel Einarbeitung erfordert. Oft genug wird dann auch Support fällig, den der Kunde zusätzlich bezahlen muss.

Sollten sich aber jemals die Wege von Kunde und Agentur trennen, dürfte Ersatz nur schwer zu finden sein. Der Kunde ist also auf Gedeih und Verderb dem Dienstleister und seinen Honorarforderungen ausgesetzt.

Das ist bei WordPress völlig anders. Weltweit gibt es Millionen Profis und Amateure, die mit diesem System arbeiten. Für die Lösung vieler Probleme braucht es oftmals nichts weiter als Google und die richtigen Fragen. Springt die Agentur ab, kann sich ein Nachfolger in der Regel schnell in die Konfiguration einarbeiten.

WordPress schont aber auch deshalb den Geldbeutel des Kunden, weil wir nicht jedes Mal das Rad neu erfinden müssen. Mindestens 90% der Probleme, auf die ich stoße, hat schon mal irgendwo auf der Welt jemand gehabt. Die Suche nach einer Antwort ist oftmals effizienter (und damit günstiger) als eine eigene Lösung. Für einen Programmierer ist das nicht immer befriedigend. Aber sollten wir die Aufträge nicht in erster Linie im Interesse des Kunden erledigen?

Wie alles im Leben hat auch WordPress zwei Seiten. Die weite Verbreitung macht es zum interessanten Ziel für Hacker mit ihren stupiden brute force Attacken. Auf dieses Sicherheitsrisiko müssen wir den Kunden hinweisen. Mit wenigen Handgriffen lässt sich WordPress aber sehr sicher machen. Mehr dazu steht in meinem Artikel WordPress sicherer machen.

Es gibt auch Medienleute, die sich mit keinem CMS auskennen und dem Kunden die guten, alten statischen Seiten in HTML/PHP anbieten. Das finde ich heute nicht mehr zeitgemäß, denn damit wird die Abhängigkeit noch größer. Außerdem muss der Kunde auf ein Blog verzichten. Dabei wissen wir doch, dass eine statische Präsenzseite von Google nicht besonders gut bewertet wird. So eine Homepage ist der sichere Weg ins Internet Nirvana.    

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